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Zur Kirchgemeinde gehören fünf Kirchen und sechs Friedhöfe. Das Pfarrhaus in Ballwitz mit seinem großen Garten ist Mittelpunkt vieler Veranstaltungen. Der 2004 renovierte Gemeindesaal dient als Winterkirche. Kinder, Jugendliche und Senioren spielen eine wichtige Rolle im Gemeindeleben, über das die Gesamtbevölkerung durch den Gemeindebrief „Kirche im Dorf“ informiert wird. In den Kirchen Ballwitz, Cammin, Groß Nemerow und Rowa finden regelmäßig Gottesdienste statt, in Zachow zu besonderen Gelegenheiten.
Die seit Mitte der 80er-Jahre bestehenden Partnerschaften mit den bayerischen Gemeinden Maxhütte-Haidhof und Gröbenzell werden intensiv gepflegt. Außerdem bestehen Kontakte nach Bad Oeynhausen/Westfalen.
Zusammen mit den Kirchgemeinden Burg Stargard und Teschendorf soll ab 2007 ein Gemeindeverband gebildet werden. Die Zusammenarbeit hat sich im Bereich des Posaunenchors schon seit vielen Jahren bewährt.
Ballwitz
Die aus dem 15. Jh. stammende Kirche wurde zur Wendezeit renoviert, 1998 erfolgte die Restaurierung des Turms. Er beherbergt eine Glocke aus dem Jahr 1435 und die einzige Turmuhr in der Kirchgemeinde. ZU besonderen Gelegenheiten ertönt die Grüneberg-Orgel. Eine Kirche wurde in Ballwitz übrigens 1302 erstmals urkundlich erwähnt.
Cammin
An der um 1300 errichteten Kirche wurden 2005 mit einer Ringdrainage und einem Innenanstrich Sanierungsarbeiten begonnen. 2006 erfolgte die Notsicherung des Dachstuhls. Der Holzturm mit Schindeldeckung, der Kanzelaltar sowie die kleine Orgel gehören zu den Besonderheiten. Unter der Empore ist ein kleiner Raum als heizbare Winterkirche abgetrennt.
Groß Nemerow
Die größte Kirche der Gemeinde stammt aus dem 14. Jh. und beherbergt einige Schätze: eine Granittauffünte aus dem 13. Jh., einen Schnitzaltar (um 1520) mit Kreuzigungsgruppe sowie weitere Schnitzfiguren aus dem 15. Jh. Die Grüneberg-Orgel wird gelegentlich für Konzerte genutzt. Im stattlichen Turm befindet sich die geräumige Winterkirche mit Teeküche und Sanitäreinrichtung.
Rowa
Die turmlose Kirche wurde um 1400 erbaut. Aus dieser Zeit stammt auch die Glocke im freistehenden Glockenstuhl. So klein die Kirche ist, macht sie doch einen geräumigen Eindruck. Die Winterkirche unter der Empore bietet ausreichend Platz für Gottesdienste während der kalten Jahreszeit. Feuchtigkeit in Mauerwerk und Boden machte eine Ringdrainage notwendig. 2003 wurde die Dachkonstruktion erneuert und der Innenraum restauriert. Wertvollstes Stück ist der Schnitzaltar mit Maria im Rosenkranz aus der 2. Hälfte des 15. Jh.
Zachow
Die kleine Fachwerkkirche aus dem 17. Jh. wurde zur Wendezeit auf Initiative und mit tatkräftiger Unterstützung des Dorfes instand gesetzt. Seitdem dient sie als Veranstaltungsort der Kirchgemeinde und des Kunstkreises ZINNOBER e.V., der im Sommerhalbjahr Ausstellungen, Konzerte und Lesungen organisiert. Mit Osternacht, Himmelfahrt, Hubertusfeier und Krippenspiel setzt die Kirchgemeinde besondere Akzente. Erwähnenswert ist der vergoldete Schnitzaltar (um 1500) mit den Heiligen Katharina, Barbara und Ursula sowie ein Kruzifix aus dem 14. Jh. Ein Bronzeleuchter aus dem 12. Jh. befindet sich in Verwahrung. Im Holzturm hängt eine Glocke aus dem 14. Jh.

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