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Kratzeburg
Um die Kirche in Kratzeburg legen sich rundlingsartig die Bauernhöfe, gleich neben dem Burghof. Sie wurde 1786 als Eichenfachwerkbau errichtet. Im Fachwerk zeigt sich die Figur des „fränkischen Man-nes“. Aus dem Ziegeldach wächst ein rechteckiger Turm mit barock geschwungenem Helm. Der Kan-zelaltar im „Zopfstil“ stammt von 1786 und der Tauftisch hat ein Wagenrad als Fuß.
An der Nordwand hängt der Schillersdorfer Flügelaltar (Ende 15. Jahrhundert). In der Mitte unter ei-nem Kielbogen die Kreuzigung Christi, seitlich davon je zwei Heiligenfiguren, von denen nur rechts oben Barbara eindeutig zu bestimmen ist. Die Innenseiten der Flügel sind mit je zwei Darstellungen bemalt: Links oben die Geißelung Jesu, links unten der Judaskuss, rechts oben die Kreuztragung und unten Jesus im Garten Gethsemane. Die Außenseiten zeigen in vier Feldern je zwei stehende Heilige: oben links Agnes und Margareta, oben rechts Barbara und Katharina, unten links Elisabeth v. Thürin-gen und Ursula, unten rechts Dorothea und Gertrud.

Granzin
Die einem Rundling ähnelnde Dorfform hat einen viereckigen Anger, der durch Bebauung stark ver-kleinert ist. Zwischen 1886-88 wurde die Kirche massiv neugotisch errichtet. Bedeutend im Innern das 3,85 m hohe Sakramentshaus aus dem 15.Jahrh.. Die Orgel (1883) ist ursprünglich für die in Rostock aufgeführten Lutherspiele gebaut worden.

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