Zirtow

1273 kam das Dorf in den Besitz der Johanniterritter zu Mirow. Die jetzige turmlose Fachwerkkirche stammt aus dem Jahre 1755 und wurde in den 1990er Jahren saniert und restauriert. In der Zirtower Kirche befindet sich ein Barockaltar mit einem Abendmahlsgemälde aus dem Jahre 1709, der aus der früheren Leussower Kirche stammt.  Leussow

Das langgestreckte Straßendorf ist 1270 erstmals urkundlich erwähnt. Seit der Reformation gehört es als Filial zur Mirower Pfarre.
Die jetzige Kirche ist nach dem Zerfall von zwei Vorgän¬gerbauwerken (1779 und 1867) an anderer Stelle als diese 1868 - 70 durch den Landbaumeister Pfitzner als Backsteinrohbau mit Turm und halbrunder Apsis in den ernsten strengen Formen ravennatisch-altchristlicher Basiliken errichtet und zeigt im Innern etwas den Buttelschen Einfluß. Sie wurde in den 1990er Jahren restauriert.
 Mirow

Nachdem in einer Urkunde von 1227 die Schenkung von 60 Hufen Land um den Mirower See herum von Seiten Mecklenburger Herzöge an den Johanniterorden bestätigt wurde, errichteten die Johanniter eine Komtu¬rei auf der am Südostende des Sees gelegenen Halbin¬sel. Dazu gehörte die im Stil der Backsteingotik errich¬tete Kirche, deren genaues Baujahr unbekannt ist. Ihre ersten urkundlichen Erwähnungen stammen aus der Mitte des 14. Jh.
Ende des 16. Jh. entstand durch die Errichtung der Be¬fe¬stigungsanlagen - Graben, Wall und Torhaus - die heu¬tige Schloßinsel.
Die Kirche brannte im Jahre 1742 nach einem Blitz¬ein¬schlag bis auf ihre gotischen Umfassungsmauern der und wurde nach nur zweijähriger Wiederaufbauzeit 1744 wieder eingeweiht. Wenige Jahre später erhielt sie den massiven barocken Glockenturm.
Die Fürstengruft - Grablege der Mecklenburg - Strelitzer Großherzöge - wurde im Laufe des 18. Jh. in mehreren Erweiterungsetappen auf der Nordseite an die Kirche angebaut.
In den letzten Tagen des 2. Weltkrieges geriet die Kir¬che durch Beschuß in Brand und brannte erneut bis auf ihre Grundmauern nieder. Der mit großem Einsatz der Mirower unter Leitung des Architekten Paul Zühlke erfolgte Wiederaufbau der Kirche konnte am 3.9.1950 mit der ersten Kirchweihe in Mecklenburg nach dem Krieg abgeschlossen werden.
1977 erhielt die Kirche ihre Schuke - Orgel.
Erst 1993 erhielt der Kirchturm durch die Initiative des 1989 gegründeten Kirchturmvereins die nach dem barocken Vorbild hergestellte Spitze.
Die Kirche ist von Mai bis Anfang Oktober täglich geöffnet zu Andacht und Besichtigung. Auch die 1999 restaurierte Fürstengruft ist zugänglich und beherbergt eine kleine Ausstellung zur Großherzoglichen Familie. Der Kirchturm lädt nicht nur mit seiner Aussichtsplatt¬form zum Aufstieg ein, ab 2006 beherbergt er eine Aus¬stellung zur Geschichte des Johanniterordens.
In der Johanniterkirche finden regelmäßig Gottesdienste und im Sommerhalbjahr zahlreiche Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

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