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Schillersdorf

Das Dorf könnte schon „früh eine landesherrliche Kolonisationspfarre gewesen sein, vielleicht schon in den Jahren 1230-1240 gegründet“, mutmaßt Georg Krüger 1921. Auf alle Fälle wird Schillersdorf 1270 urkundlich erwähnt.

1935 wurden die Dörfer Schillersdorf und Qualzow frei gezogen und zum Bombenerprobungsgelände der Wehrmacht. Die Granaten zerstörten die Schillersdorfer Kirche von 1818 und der Turm von 1891 wurde schwer beschädigt. 1954 konnte ein neues Gemeindezentrum eingeweiht werden. Der alte Kirchturm blieb etwas gekürzt erhalten. Nach erheblichem Schwammbefall wurde 1991 das Gemein-dezentrum abgerissen, nur das Kirchenschiff und der Altarraum blieben erhalten. Seit 1992 gibt es das Gemeindezentrum in der heutigen Form.

Der Schillersdorfer Altar befindet sich in der Kratzeburger Kirche. Die Kirchgemeinde Schillersdorf – Kratzeburg hat derzeit 340 Gemeindemitglieder.

 


Roggentin

Die Roggentiner Kirche ist ein schlichter Bau ohne Turm aus den sechziger Jahren. Die alte Fach-werkkirche war 1962 abgerissen worden. Erhalten sind nur einige u.a. mit Wappen verzierte Fenster von 1697, die sich in der Schillersdorfer Kirche befinden. Vor der Kirche ist ein freistehender Glo-ckenturm.

 


Blankenförde-Kakeldütt

Die Pfarre Kakeldütt wurde 1638 verwüstet und seit 1651 wird sie als Filiale von Schillersdorf ge-führt. Die Kirche wurde 1702/03 in Blankenförde neu gebaut. Der Turm wurde mit senkrechten Wan-dungen in Fachwerk konstruiert und wächst mit seinem über Eck gestellten Helm aus dem Kirchen-dach hervor. Altar (von 1700) im „flämischen Barock“ mit gewundenen Säulen und geradem Gebälk. An der Rückwand Verzierungen im „Ohrenstil“ in Weiß und Gold. Akantusblätter zieren den oberen Aufsatz mit strahlender Sonne. Abgebildet sind der Gekreuzigte mit Maria und Johannes und der Auf-erstandene. Besonders beachtenswert 12 Glasbilder von 1703 mit verschiedenen biblischen Motiven.

 


Babke

Das Straßendorf Babke, 1257 erstmals urkundlich erwähnt, war im Mittelalter eine selbstständige Pfarre, seit dem 17. Jahrhundert ist sie Filiale von Schillersdorf. Die Kirche ist ein turmloser Back-steinbau mit einem erhöhten Westgiebel (von 1901), in dessen Öffnungen zwei Glocken hängen. Der Altar besteht aus einem neueren Schrank, in dem die „Reste“ eines Flügelaltars aus dem 15. Jahrhun-dert stehen. Im Mittelteil unter einem fünfteiligen Baldachin Maria mit Jesus, auf der Mondsichel ste-hend, umgeben mit dem Strahlenkranz und von sechs Engeln verehrt und gekrönt, seitlich je zwei Heilige übereinander: Barbara (mit dem falsch ergänzten Attribut)/ Katharina und Barbara/ Dorothea, in den Seitenflügeln je vier Heilige (linker Flügel unten: Paulus und eine männliche Figur, oben: Jo-hannes und Thomas, rechter Flügel unten: Jakobus d.Ä. und eine männliche Figur). Besonders erwäh-nenswert: ein Kruzifix (15. Jahrh.), ein schöner Taufbehälter (17. Jahrh.) und drei gemalte Fenster-scheiben (1719).

 





Kirche Schillersdorf




Kirche Roggentin




Kirche Blankenförde




Kirche Babke

Kontakt

Evang.-Luth. Kirchgemeinde Schillersdorf

Dorfstraße 10

17252 Schillersdorf

 

Tel./Fax: 039829 / 20745

Mail: schillersdorf@kirchenkreis-wismar.de


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