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Wulkenzin

Das Straßendorf Wulkenzin war schon frühzeitig Pfarrort. 1317 wird unter den Kanonikern des nahegelegenen Klosters Broda ein Hermannus de Wolkenzin genannt, vielleicht war er dort Pfarrer. Sicher gibt es eine Kirche seit 1339.

Die heutige Kirche wurde 1830-31 von Friedrich Wilhelm Buttel erbaut. Buttel war Schinkelschüler und Baurat im Großherzogtum Mecklenburg-Strelitz. Die Kirche im neugotischen Stil ist aus rotem Backstein. Längsseitig ist der Bau durch vier Spitzbogennischen und -fenster gegliedert. Der quadratische Turm wurde an der Ostseite errichtet. Im oberen Teil ist der Turm achteckig und wird von einem achtseitigen Helm bekrönt. Das Innere ist wie das Äußere gegliedert, für den Altar ist eine lichte, polygonale, gewölbte Apsis angebaut.

Die Orgelempore wurde 1886 nachträglich gesenkt, um die aus dem Lehrerseminar Mirow stammende Ernst Sauer Orgel aus dem Jahr 1839 einzubauen. Sie wurde im Jahr 2001 restauriert.

Bemerkenswert sind neun kleine gemalte Scheiben in den Fenstern der Apsis. Sie tragen unterschiedliche Darstellungen und stammen aus der Vorgängerkirche. Viele sind mit der Jahreszahl 1695 versehen.

Auf dem Altargemälde, das 1832 von einem Professor Unger aus Berlin gemalt wurde, ist der segnende Christus dargestellt.

Die Sanierung der Kirche mit neuer Innenausmalung ist für 2010/11 geplant.

Offene Kirche: In den Sommermonaten ist die Kirche samstags und sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

 

 

Passentin

Passentin war im Mittelalter eine stark befestigte Burg, die wahrscheinlich im 14. Jh. „verloren ging“. Die Kirche, oder besser Kapelle, ist ein fast quadratischer Fachwerkbau von 1794. Der alte Dachreiter mit offener Laterne musste im Jahr 1963 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.

Im Innenraum sind ein schmuckreiches Harmonium und ein Kanzelaltar zu sehen, auf dessen Laibungen fünf biblische Sprüche stehen. Rechts neben dem Altar befindet sich ein Ölgemälde von Anton Christoph Schleyer mit einer Kreuzigungsszene aus dem Jahr 1785.

Die Kapelle sowie das Altarbild und das Harmonium wurden im Jahr 2008 restauriert.

Offene Kirche: Die Kirche ist in den Sommermonaten ganztägig geöffnet.

 

 

Mallin

Die Kirche im „Himbeerdorf“ (altslavisch, malina = Himbeere) oder in „Kleinen“ (altslavisch, malu = klein) ist ein Ziegelbau im „klassicierenden Stil des XVIII. Jahrhunderts“, so Schlie 1902. Der Raum ist im Osten mit drei Seiten aus dem Achteck geschlossen. Bei der letzten Renovierung 2003 hat die Kirchgemeinde in Eigenleistung die Kirche außen leuchtend gelb gestrichen. Auf dem Westende wächst aus der Dachkonstruktion ein Fachwerkturm, der mit einer offenen Laterne gekrönt ist. In der Wetterfahne ist die Jahreszahl 1757 eingestanzt.

Im Inneren stehen auf der Ostseite ein Kanzelaltar aus Holz und Gestühlreste mit Wappen aus der Erbauungszeit. Die Grünebergorgel auf der Empore aus dem Jahr 1911 ist leider nicht spielbar.

 

 

Neuendorf

Im Mittelalter gab es in Neuendorf eine Kirche, die von Weitin aus bedient wurde. 1652 stand die Kirche noch unter einem Strohdach und im Turm hing eine Glocke. Sie wurde „dadurch vor dem Ruin bewahrt, daß Jochen Schönfeld sein Stroh in ihr aufbewahrte“, schrieb Krüger 1929. Wann sie einstürzte, ist nicht bekannt. Heute steht in Neuendorf eine sehr schlichte Kapelle mit erhöhter Westwand, in der unter dem Giebel eine Glocke hängt. Die Kapelle wurde 1965 erbaut und im Jahr 2000 außen in leuchtendem Rot gestrichen.

 

 

Alt Rehse

Das Dorf ist landschaftlich malerisch gelegen. Allerdings hat es eine schwierige Geschichte: Das alte Gutsdorf wurde 1935 abgerissen und als NS-Musterdorf mit reetgedeckten Häusern neu erbaut. An der Führerschule der deutschen Ärzteschaft wurden hier die Grundlagen der Rassenideologie vermittelt.

Die Kirche ist eines der wenigen ursprünglichen Gebäude. Sie wurde 1889 - 93 im neugotischen Stil mit Feld- und Backsteinen erbaut. Der Turm im Westen ist mit einem Pyramidenhelm gekrönt. Er ist schmaler als die Kirche, unten aus Backstein und oben mit Fachwerk errichtet.

Das moderne Altarbild zum Thema „Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung“ ist in den neugotischen Rahmen eingefügt.

Offene Kirche: Die Kirche ist in den Sommermonaten ganztägig geöffnet.

 





Kirche Wulkenzin




Kirche Passentin




Kirche Mallin




Kirche Neuendorf




Kirche Alt Rehse

Kontakt

Evang.-Luth. Kirchgemeinde Wulkenzin

Pastorin Erika Gebser

Alter Damm 48

17039 Wulkenzin

 

Tel: 0395/5823442

Fax: 0395/57063884

Mail: wulkenzin@kirchenkreis-stargard.de

 

 


Internetseite der Propstei Neubrandenburg

www.kirche-neubrandenburg.de


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